Geschichte

Im Rahmen der Errichtung einer Wohnhausanlage der Gemeinde Wien wurde 1979 der Grundstein für die Erbauung unserer Kirche - damals noch auf dem Gebiet der Pfarre Altmannsdorf - gelegt. Die Planung übernahm Architekt Prof. Viktor Hufnagl.

Gemeinde feiert Weihe durch Erzbischof Dr. Franz Jachym
Weihe durch Erzbischof Dr. Franz Jachym

Die Weihe der Kirche erfolgte am 25. April 1981 durch Erzbischof Dr. Franz Jachym. Als Patron für die Kirche wurde Franz von Assisi auserwählt: In Anlehnung an sein Leben sollte auch in der neuen Gemeinde ein Miteinander von Natur, Menschen und Gott möglicht werden.

Am 1. Jänner 1982 wurde die Pfarre Am Schöpfwerk "geboren". Erster Pfarrer war Stanislaus Dabek. Seit 1983 leitet Dr. Roland Schwarz die Pfarre.

 

 

Kirchengebäude

Kirchturm

Das Kirchengebäude wurde in Form einer Stufenpyramide auf einem schmalen Grundstück in die Gebäudestruktur der Wohnhausanlage eingegliedert. Von außen prägen das dunkelrote Ziegelmauerwerk und der auch aus einiger Distanz sichtbare "Campanile" das Bild der Kirche.

Die Neigung des Geländes ließ eine zweigeschossige Architektur zu: Auf der Ebene des erhöhten Platzes wurden der Kirchenraum, die Kapelle und die Sakristei konzipiert; auf der unteren Ebene befinden sich die Gemeinschaftsräume und das Pfarrsekretariat.

Kirche Innenraum
Innenraum

Der Eintritt in die Kirche erfolgt über einen Vorraum, der die Sakralräume auf der oberen Ebene mit den darunter gelegenen Gemeinschaftsräumen verbindet. Schon bei einem ersten Blick durch die kassettenförmig angeordneten Glasflächen der Eingangstüre vermittelt der Kirchenraum Heiterkeit und Leichtigkeit.

Durch das Spiel des einfallenden Lichtes wird "Kirche" zum Raumerlebnis. Grün-goldene Fliesenornamente, Apostelkreuze aus goldenen Quadraten und grün-goldene nummerierte Kreuzwegstationen erinnern an den Jugendstil.

Die äußere Pyramidenform der Kirche spiegelt sich auch innen wider: Stufenförmig verjüngt sich symmetrisch die Decke und endet in der höchsten Stufe in vier gewölbten Kuppeln, die den Sonnengesang darstellen.

An den Kirchenpatron Franz von Assisi erinnert ein von Michael Fuchs, einem Sohn von Ernst Fuchs, geschaffenes Ölgemälde. Ein "irdischer" Gegenstand in der Hand des Heiligen soll einen besonderen Bezug zur Gemeinde darstellen: Die Maurerkelle als Zeichen der Arbeit. Die Stadt im Hintergrund stellt für den Künstler die Weltgeschichte dar. 

Das Schöpfwerk

Die Wohnhausanlage erstreckt sich zwischen den Straßenzügen Am Schöpfwerk, Lichtensterngasse, Zanaschkagasse und An den Eisteichen im 12. Wiener Gemeindebezirk Meidling. Sie entstand 1976-80 nach den Plänen eines von Viktor Hufnagl (1922-2007) geleiteten Architektenteams.

Schöpfwerk

Die Anlage besteht aus 62 Stiegenhäusern mit ca. 1.700 Wohnungen und wird von ungefähr 8000 Menschen bewohnt.

Es befinden sich zahlreiche Gemeinschaftseinrichtungen innerhalb der Anlage, so gibt es unsere katholische Kirche, Schulen, einen Kindergarten, ein Jugendzentrum, das 'Stadtteilzentrum Bassena', ein Nachbarschafts-zentrum, eine Bücherei und sogar einen eigenen Radiosender sowie zahlreiche Geschäfte und einige Arztpraxen.

An den öffentlichen Verkehr ist die Wohnhausanlage vor allem durch eine Station U6 angebunden, aber auch durch die Autobuslinie 16A. In der Nähe befindet sich ein Autobahnanschluss. Im Zentrum der Anlage liegt eine Grünanlage und im gesamten Gelände befinden sich zahlreiche Kinderspielplätze. Außerdem wurde eine bestehende Kleingartenanlage integriert.

Blick auf Schöpfwerk Hochhaus

In der Anlage wurden zahlreiche Höfe geschaffen, die Grünanlagen umschließen und untereinander mit Durchgängen verbunden sind.

In der nordwestlichen Ecke befindet sich ein Hochhaus. An der Straße Am Schöpfwerk im Norden sind höhere Gebäude errichtet worden, während nach Süden zu die Bebauung gestaffelt niedriger wird.

Damit passt sich die Anlage an das von Nord nach Süd abfallende Wienerberggelände an.